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Japan-Krise hält Anstieg der Bauzinsen auf.

Zwar wird durch die Krise in Japan aller Wahrscheinlichkeit nach, der Leitzins durch die EZB in naher Zukunft nicht angehoben, jedoch werden die Bauzinsen auch von anderen Faktoren beeinflusst. Mittelfristig wird demnach dennoch mit einem Ansteigen der Bauzinsen gerechnet.

Seit geraumer Zeit wird mit steigenden Bauzinsen aufgrund des Anhebens des Leitzinses gerechnet. Jedoch wirkt sich die Krise in Japan ebenfalls auf diese aus. Das Erdbeben der Stärke 9,0, welches vor zwei Wochen die Erde in Japan erschütterte, hatte weitreichende Folgen. Erdbeben ab eine Stärke von 7,5 lösen Tsunami aus, so auch in Japan. Da sich die Schutzmaßnahmen gegen Tsunami in Japan als völlig unzureichend herausstellten, forderte diese Naturgewalt nach ersten Einschätzungen bereits über 20.000 Opfer. Aber nicht nur direkte Todesopfer hatte dieses Unglück zur Folge, sondern auch die Kernkraftwerke in Japan haben die Flut und wohl auch die vorangegangenen Erschütterungen nicht unbeschadet überstanden. Erstmals in der Geschichte des Landes wurde der atomare Notstand ausgerufen und im Umkreis von 30 Kilometern evakuiert.
Aber nicht nur menschliche Verluste sind zu beklagen, weltweit geht mit der Katastrophe auch die Sorge mit einer Beeinträchtigung der Konjunktur einher. Deshalb ist es eher unwahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank demnächst die Leitzinsen anheben wird. Durchatmen können Immobilienfinanzierer dennoch nicht.
Bauzinsen richten sich nicht nur nach der Höhe der Leitzinsen, sondern auch die Inflation beeinflusst diese maßgeblich. So steigen derzeit nicht nur die Verbraucherpreise, sondern auch die Energiepreise wachsen beständig an. Die Inflation befindet sich momentan auf ihren höchsten Stand seit Ende 2008. Ein Indikator zur Entwicklung der Bauzinsen ist die Umlaufrendite. Sie gibt die durchschnittliche Rendite aller der festverzinslichen Wertpapiere an, die die beste Bonität aufweisen. So wird künftig mit einem erneuten Zinsanstieg bei Anleihen und Wertpapieren gerechnet und ebenso ein Ansteigen der Bauzinsen vermutet. Diese sind bereits jetzt schon im Vergleich zum Oktober des vergangenen Jahres um knapp einen Prozentpunkt höher, Tendenz steigend.
Künftige Baufinanzierer sollten deswegen nicht auf sinkenden Bauzinsen spekulieren, sondern sich den momentanen Zinssatz mit einem Forward-Darlehen sichern. Hier werden zwar ebenfalls, für jeden gesicherten Monat, Prozentpunkte berechnet, dennoch sind diese meist niedriger als der erwartete Anstieg der Bauzinsen.


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