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Risiken einer Baufinanzierung nicht unterschätzten

Wolkenhaus_baufi-thumb.jpg In der derzeitigen Niedrigzinsphase wagen sich auch immer mehr Geringverdiener an eine Baufinanzierung. Doch oft unterschätzen sie die damit einhergehenden finanziellen Belastungen.

Die Anzahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen, was einmal mehr beweist, dass Wohneigentum hierzulande sehr beliebt ist. So verzeichnet das statistische Bundesamt einen Zuwachs der Baugenehmigungen von 3,7 Prozent in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012. Dieser Trend wird aller Wahrscheinlichkeit auch in diesem Jahr weiter anhalten, sind doch die Bauzinsen immer noch verlockend günstig.

Günstige Bauzinsen locken auch Haushalte mit weniger gutem Einkommen

Neben Auto, Fernseher und der obligatorischen Urlaubsreise, zählt auch Wohneigentum zu den Statussymbolen in Deutschland. Doch die niedrigen Bauzinsen verlockend zunehmend auch Haushalte, die sich im Grunde kein Eigenheim leisten können. Diese weisen zwar oft ein geregeltes Einkommen auf und haben keine Probleme ihren Alltag zu bewältigen, dennoch können sie Schwankungen am Zinsmarkt nicht unbedingt auffangen.

Risiken einer Baufinanzierung nicht unterschätzen

Eine Baufinanzierung ist zwar auch ohne eigenes Vermögen möglich, dennoch raten Experten davon ab. So sollte eine Baufinanzierung mit mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital gestützt sein und auch Zusatzkosten, wie die Gebühren für den Notar, Grunderwerbssteuer und Maklercourtage sollten aus eigener Tasche bezahlt werden können. Hat man kein Eigenkapital zur Verfügung, kann der Zinssatz schnell von 2,9 Prozent auf 4 Prozent ansteigen. Wer außerdem mit knappen Budgets finanziert und nur eine geringe Tilgungsrate von beispielsweise 1 Prozent wählt, hat am Ende der Kreditlaufzeit noch eine hohe Restschuld bei der Bank. Hier sind oft erst 10 Prozent des Darlehens bezahlt und der Rest steht noch aus.

Risiken nach Ablauf der Zinsbindung

Läuft die Zinsbindung aus und sind die Kreditzinsen in der Zwischenzeit angestiegen, haben insbesondere Schwellenhaushalte Probleme damit, die restliche Kreditsumme zu begleichen. So kann die Rate plötzlich ein paar hundert Euro mehr pro Monat betragen und ist damit oft nicht mehr bezahlbar.
Daher sollte man besonders in Zeiten niedriger Bauzinsen eine lange Zinsfestschreibung wählen. Experten empfehlen eine Kreditlaufzeit von mindestens 15 bis 20 Jahre. Zwar verlangt die Bank dann einen Zinsaufschlag, dennoch rentiert sich die Wahl einer langen Zinsbindungsphase im Vergleich zu einer möglichen Zinssteigerung. Außerdem hat jeder Kreditnehmer das Recht seinen Kreditvertrag nach 10 Jahren zu kündigen. Demnach kann er sich bereits ab dem 11. Jahr der Baufinanzierung um eine geeignete Anschlussfinanzierung kümmern.

Darauf sollten Kreditnehmer achten

Neben einer langen Zinsfestschreibung und einem entsprechend hohen Tilgungssatz, sollten Baufinanzierer auch auf die Anpassungsfähigkeit des Kreditvertrages achten. Ändert sich die Lebenssituation, sollte man die Monatsrate entsprechend ändern können. Außerdem sollten sich Baufinanzierer Sondertilgungsrechte einräumen lassen, um mit diesen Sonderzahlungen die Schuldlast reduzieren zu können.
Neben den Raten für den Kredit, dürfen auch die laufenden Kosten nicht unterschätzt werden. So müssen Kosten für den Unterhalt der Immobilie mit einkalkuliert werden. Auch hier sind monatlich Strom-, Wasser-, Müll- und Telefonkosten fällig. Überdies sind Rücklagen für Eventualitäten zu bilden.


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