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Eigenkapitalersatz durch Muskelkraft schaffen?

Wer baut weiß, dass nicht nur die Materialkosten hoch zu Buche schlagen, sondern auch die Kosten für Handwerkerleistungen enorm gestiegen sind. Die goldene Regel der Baufinanzierung lautet, dass je mehr Eigenkapital vorhanden ist, die Kosten für Fremdmittel reduziert werden können. Nicht selten entdecken dann viele Häuslebauer in sich den Heimwerker und wollen durch eigenen Einsatz auf der Baustelle die Kosten drücken.

Diese sogenannten Eigenkapitalersatzleistungen werden bis zu einer bestimmten Höhe auch von Banken in den Tilgungsplan einbezogen, doch sollte jeder künftige Eigenheimbesitzer hierbei Vorsicht walten lassen.
Groß ist die Gefahr, die eigene Muskelkraft und die von Freunden und Verwandten zu hoch einzuschätzen. Auch die Einsatzbereitschaft ist nicht immer ein Garant und wer mit seinen Handwerkerleistungen zeitlich in Verzug gerät, muss mit Kosten rechnen.
Liegen diese Leistungen weit unter der eingeplanten Kalkulation, müssen Finanzierungslücken selber geschlossen werden.
Aber nicht nur Einsatzbereitschaft und Qualifikationen sind zu berücksichtigen. Wer selber Hand anlegen will, muss in der Regel das benötigte Material selber beschaffen und meist auch den vollen Preis dafür bezahlen, während der Handwerksbetrieb in der Regel günstiger einkaufen kann. Selbst der Zeitfaktor kann dem Bauherrn einen Strich durch die Rechnung machen. Ist man Vollzeit berufstätig, wird es oft schwer, kontinuierlich an der Baustelle zu arbeiten. Wer später fertig wird, muss dann auch noch Monat für Monat mit doppelten Belastungen rechnen. Nicht zu vergessen ist letztendlich auch, dass bei eigenen Ausführungen an der Baustelle keine Gewährleistungspflicht erhoben werden kann. Kommt es zu Schäden aufgrund mangelnder handwerklicher Fähigkeiten, bleibt der Bauherr auf dem Schaden selber sitzen.
Bereits beim Abschluss eines Darlehensvertrags wird nach möglichen Eigenleistungen gefragt und wer glaubhaft nachweisen kann, wie groß der Umfang der eigenen Leistungen aussehen wird, kann bei der Darlehensvergabe damit rechnen, dass bis zu fünf Prozent für die Muskelkraft berücksichtigt werden.
Doch wer Verwandte und Freunde mithelfen lassen will, muss auch Pflichten erfüllen. Sollen Bußgelder vermieden werden, muss der Bauherr sein Vorhaben binnen einer Frist von einer Woche bei der zuständigen Bauberufsgenossenschaft anmelden.


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