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Eignet sich eine fremde Währung für eine günstige Baufinanzierung?

Natürlich verfolgen alle, die eine Immobilie bauen oder kaufen wollen das Ziel, ihre Finanzierung so günstig wie möglich zu gestalten.

Doch sollte frühzeitig das individuelle Chancen- Risiko- Profil abgesteckt werden, bevor einem bestimmten Finanzierungsprodukt der Vorzug gegeben wird.
Wer bereit ist, bestimmte Risiken zu akzeptieren, sollte sich die Konditionen einer Finanzierung in einer fremden Währung ansehen.
Denn wer ein Darlehen in einer fremden Währung aufnimmt, kann sich durch unterschiedliche Kapitalmarktbedingungen einen Zinsvorteil gegenüber der Darlehensaufnahme in Euro erhoffen. Verstärkt wird dieser Effekt durch eine günstige Wechselkursentwicklung.
Bei einem Fremdwährungskredit wird der Kreditbetrag statt in Euro in einer fremden Währung aufgenommen und bei der Auszahlung sofort in Euro konvertiert. Zu den Bedingen einer solchen Darlehensvariante gehört, dass in der einst gewählten Währung refinanziert werden muss. Hierfür müssen Devisen gekauft werden, womit grundsätzlich Kurs- und Zinsschwankungen verbunden sind,.
Doch auch andere Risiken lauern, wenn Tilgungs- und Zinsleistungen in einer fremden Währung erbracht werden müssen. Entwickelt sich der Wechselkurs ungünstig, ist der einstige Zinsvorteil schnell aufgebraucht und es ergibt sich naturgemäß ein Mehraufwand, der aus der eigenen Tasche finanziert werden muss.
Hinzu kommt, dass die Zinsen bei einem Fremdwährungsdarlehen meist nur über einen kurzen Zeitraum festgeschrieben werden. Dadurch kann der Darlehensnehmer schnell die Währung wechseln, wenn sich die Währung ungünstig entwickelt.
Somit hängt der Erfolg einer Darlehensaufnahme in einer fremden Währung von der Wechselkursentwicklung ab, die nie vorhersehbar ist. Der Darlehensnehmer muss also permanent mit den Vor- wie auch Nachteilen der Währungsspekulation leben.
Damit verbunden ist, dass zusätzlich genügend Barmittel vorhanden sein sollten, um Verluste ausgleichen zu können.
Oft werden zur Sicherstellung des Darlehens erstrangige Grundschulden wie auch wenigstens 20 Prozent für das Wechselkursrisiko verlangt. Wird dann dieses Sicherheitspolster durch einen ansteigenden Wechselkurs der femden Währung zu mehr als 50 Prozent aufgebraucht, kann die jeweilige Bank weitere Sicherheiten verlangen. Diese sogenante Nachschusspflicht sollte erfüllt werden und wenn dies nicht gewährleistet werden kann, nimmt der Geldgeber auf Kosten des Darlehensnehmers eine Kurssicherung vor.
Somit wird schnell klar, dass man nicht nur die Chancen, die mit einer Kreditaufnahme in einer fremden Währung verbunden ist im Auge behalten sollte, sondern auch die Risiken beachten muss.


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