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Zusätzliche Kosten sorgen für böse Überraschungen
Nicht immer beinhaltet der Kaufpreis alle Kosten, die letztendlich bezahlt werden müssen.
Wer da bei seiner Finanzierung zu knapp kalkuliert und obendrein über keine zusätzlichen Mittel verfügt, stößt schnell auf finanzielle Engpässe.
Wer dem entgegen wirken will, sollte bis zu 20 Prozent von der Kauf- oder Bausumme für Nebenkosten an die Seite legen und grundsätzlich mit einem spitzen Stift rechnen.
Wer sich für eine „gebrauchte“ Immobilie entschieden hat, darf nicht vergessen, dass unter anderem auch der vermittelnde Makler für seine Dienste in Form einer Courtage bezahlt werden muss. Unter Umständen und auch regional abhängig, kann diese bis zu sieben Prozent des gesamten Kaufpreises ausmachen.
Grundsätzlich müssen Kaufverträge notariell beurkundet werden und auch das Grundbuchamt verlangt Gebühren, wenn ein Eigentümerwechsel oder eine Neueintragung vorgenommen wird. Nicht zu vergessen ist auch die fällig werdende Grunderwerbssteuer.
Da keine Bank ein Darlehen vergibt, ohne vorher nach Sicherheiten in Form einer Grundschuld zu fragen, sind diese Schritte zwingend notwendig. Gebühren für das Grundbuchamt und den Notar belaufen sich meist auf ein halbes Prozent.
Auch wird in der Regel für die Bearbeitung eines Darlehensvertrages Geld verlangt, sowie für das Schätzen einer Immobilie, damit der jeweilige Geldgeber den tatsächlichen Wert einer Immobilie einordnen kann, um dann ein Darlehen zu vergeben.
Nicht zu unterschätzen sind die sogenannten Bereitstellungszinsen. Diese fallen immer dann an, wenn der Baukredit nicht in einer Summe abgerufen wird. Üblich ist, Geld in einzelnen Tranchen und abhängig vom jeweiligen Baufortschritt anzufordern.
Banken berufen sich jedoch darauf, dass sie für das Darlehen Geld an den Kapitalmärkten aufnehmen müssen und verlangen daher Zinsen, um Verluste aufzufangen, wenn der Bauherr die Mittel „portionsweise“ anfordert.
Als lohnend erweisen sich daher immer rechtzeitige Vergleiche, weil die Konditionen in bezug auf diese Bereitstellungszinsen variieren.
Einige Geldgeber haben sich darauf verlegt, eine Pauschale zu erheben, während andere diese Kosten auf die Zinsen aufschlagen. Selbst für das Führen eines sogenannten Darlehenskontos wird von den Banken Geld verlangt.
Wer all diese Kosten addiert, wird schnell erkennen, wie wichtig es ist, rechtzeitig die Frage nach den endgültigen Kosten zu stellen, um finanzielle Engpässe zu vermeiden.
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