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Sind Hypothekendarlehen immer noch der Renner?
Die Vielfalt an Finanzierungsprodukten lässt heutzutage keine Wünsche offen, doch vielfach finden sich Bau- oder Kaufwillige gar nicht mehr zu Recht im Dschungel der Finanzwelt. Doch wer einen Fehler begeht, muss diesen insbesondere bei einer Immobilienfinanzierung teuer bezahlen.
Der deutsche Häuslebauer setzt nach wie vor auf das Kriterium Sicherheit und das konventionelle Hypothekendarlehen punktet immer noch. Dabei handelt es sich längst nicht mehr um eine verstaubte und starre Variante. Nahezu alle Geldgeber haben sich darauf eingestellt, dass die Kundschaft anspruchsvoller geworden ist und somit ein stärkeres Maß an Flexibilität fordert.
Dieser Faktor in Verbindung mit einer planungssicheren Gestaltung der Konditionen erweist sich als erfolgversprechend, ohne besondere Risiken auf sich zu nehmen.
Das Amortisations- oder Annuitätendarlehen bietet Planungssicherheit durch gleich bleibende Raten innerhalb der Zinsbindung. Sie setzen sich aus einem Zins- und Tilgungsanteil zusammen. Mit jeder geleisteten Rate schrumpft die Schuld, während parallel dazu die Tilgungsleistung ansteigt und zwar um den Betrag der reduzierten Zinslast.
Wer mit einem hohen Eigenkapital an den Start einer Baufinanzierung geht, kann die Summe an Fremdmitteln, die noch aufzunehmen ist begrenzen und spart umso mehr ein, je höher das Kapital ausfällt. Verbunden ist mit einem Hypothekendarlehen auch immer ein Eintrag ins Grundbuch zugunsten der Bank. Ohne diese Formalität ist eine solche Darlehensvariante nicht möglich, weil kein Geldgeber auf diese Form der Absicherung verzichtet. Der Grundbucheintrag wird generell von einem Notar vorgenommen und verbunden damit sind naturgemäß auch Kosten, die der Darlehensnehmer frühzeitig einplanen sollte. Sollte es zu einem Notverkauf kommen, hat der vorrangig Eingetragene das Recht, sich die Immobilie an ihn abtreten zu lassen.
Will man vom aktuellen Niedrigzins etwas abbekommen, sollte man sich diese Kondition langfristig sichern, denn in Zukunft kann wohl eher mit einem Anstieg gerechnet werden. Der Zinsaufschlag für Bindungsfristen von 15, 20 oder mehr Jahren fällt zudem recht moderat aus. Die langfristigen Einsparungen nutzt der clevere Kunde, um einen höheren Tilgungsanteil zu wählen. Mammutlaufzeiten lassen sich auf diese Weise vermeiden und auch die Kosten für das Darlehen werden erheblich reduziert. Angenehmer Nebeneffekt: die Restschuld fällt am Ende der Zinsbindung zur Anschlussfinanzierung hin erheblich niedriger aus als nach beispielsweise fünf oder zehn Jahren. Das Risiko eines Zinsschocks wird somit erheblich reduziert. Sollten die Zinsen nach zehn Jahren dennoch fallen, hat der Kunde das gesetzliche Recht, nach einer Vollauszahlung und innerhalb einer Frist von einem halben Jahr sein Darlehen ganz oder teilweise zurück zu zahlen.
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