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Kreditkündigung: Vorfälligkeitsentschädigung steuerlich absetzen

Banken verlangen in der Regel, bei einer vorzeitigen Kündigung eines Darlehens eine Vorfälligkeitsentschädigung. Bei der Finanzierung einer Miet-Immobilie kann man diese in bestimmten Fällen aber als Werbungskosten geltend machen.

Werdende Hauseigentümer schließen zur Finanzierung ihrer zukünftigen Immobilie oft einen langfristigen Darlehensvertrag mit ihrer Bank ab. In Deutschland sind Kredite mit fester Zinsbindung bei einer Immobilienfinanzierung die Regel. Das bedeutet, dass der Zinssatz bei Vertragsabschluss bis zum Ende der Kredit-Laufzeit gilt. Damit hat der Kreditnehmer den Vorteil der Planungssicherheit, denn der Zinssatz wird sich in dieser Zeit für ihn nicht ändern. Steigen nun die kurzfristigen Zinsen an, profitiert der Kunde von dieser Vereinbarung. Aber auch die Banken gehen auf Nummer sicher. Denn sollte der Kreditnehmer trotz Zinsbindung den Kredit vorzeitig kündigen, verlangen Banken in den meisten Fällen eine Vorfälligkeitsentschädigung. Dabei handelt es sich um das Entgelt für eine außerplanmäßige Rückführung eines Darlehens. Der Bank entsteht durch die vorzeitige Rückführung des Kredites nämlich ein Margenschaden beziehungsweise der Gewinn der Bank wird gemindert. Diesen Verlust lässt sich die Bank nun mit einer Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen.
Wenn es sich bei der Immobilie aber um vermieteten Wohnraum handelt, kann der Kreditnehmer die Vorfälligkeitsentschädigung teilweise von der Steuer absetzen. Dabei hängt die Höhe aber davon ab, was der Immobilienfinanzierer mit der Kündigung des Kredites beabsichtigt. Handelt es sich dabei um eine Umschuldung mit dem Zweck zu einer anderen Bank mit günstigeren Konditionen zu wechseln, dann kann er die Vorfälligkeitsentschädigung als Werbungskosten geltend machen. Will er die Immobilie nach Kreditablösung verkaufen, dann gilt dies nicht, denn er hat durch sie keine weiteren Einkünfte zu verzeichnen. Ausnahme ist hier, wenn die Vorfälligkeitsentschädigung den Verkaufsgewinn mindert. Denn ein Verkaufsgewinn ist steuerpflichtig, wenn der zehnjährige Spekulationszeitraum noch nicht vorbei ist. Will der Kreditnehmer die Immobilie verkaufen, um mit deren Erlös eine andere Immobilie zu finanzieren, dann kann er die Vorfälligkeitsentschädigung ebenfalls zumindest teilweise steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist, dass die neue Immobilie ebenfalls vermietet werden soll. Weiterhin darf zwischen den Transaktionen das freigesetzte Geld nicht zur freien Verfügung stehen und anderweitig genutzt werden.


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