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Welche Immobilien-Kredite gibt es? Das sollten Sie wissen: Teil 3: Das Fremdwährungsdarlehen

Im 3.Teil unserer Reihe stellen wir das Fremdwährungsdarlehen vor. Dieses ist vor allem für Währungsspekulanten und finanzstarke Kredit-Nehmer geeignet.

Dieses Darlehen ist nur für einen kleinen Kreis von Immobilienfinanzierern geeignet, da es mit hohen Risiken verbunden ist. Sie sollten risikofreudig sein und über eine gute Nase für die Markt- und Zinsentwicklung verfügen. Außerdem wird das Fremdwährungsdarlehen erst ab einer Höhe von mindestens 100.000 Euro gewährt, bei dem ein Eigenkapitalanteil von mindestens 40 Prozent aufgebracht werden muss. Das bedeutet, dass der Darlehensnehmer über das entsprechende Eigenkapital verfügen müssen. Zusätzlich sollten er eine sehr gute Bonität aufweisen, um bei ungünstiger Finanzmarktentwicklung zusätzliche Sicherheiten aufbringen zu können. So ist es vor allem für Geschäftsführer, Manager, Führungskräfte, Professoren und alle anderen Berufsgruppen, die ein hohes Gehalt aufweisen, geeignet.
Bei einem Fremdwährungsdarlehen wird das Darlehen nicht in der heimischen, sondern in einer ausländischen Währung aufgenommen. Dabei orientiert sich der Zinssatz nicht am EURIBOR-Zins, sondern am LIBOR-Zins des Landes, in dem man die Währung gewählt hat. Da der Zinssatz beim Fremdwährungsdarlehen variabel ist, kann der Kredit zu jeder Zinsanpassung gekündigt werden. Dadurch ist der Kreditnehmer sehr flexibel aber auch dem Risiko ausgesetzt, dass der Zinssatz jederzeit steigen kann und er somit erhöhte Kosten hat.
Neben dem Zinsrisiko existiert auch ein Währungsrisiko. Das Darlehen wird zwar in einer fremden Währung aufgenommen, doch in der einheimischen ausgezahlt. Die Tilgung erfolgt dann allerdings wieder in der Fremdwährung. Sinkt die einheimische Währung gegenüber der Fremdwährung, muss der Darlehensnehmer einen höheren Gegenwert für den Kredit aufbringen.
Aus den Risiken können aber in umgedrehter Form auch Vorteile entstehen, nämlich dann, wenn die Zinsen sinken oder die einheimische Währung an Wert zunimmt. Dann entstehen dem Kreditnehmer Währungs- oder Zinsgewinne. Wer also der Meinung ist, dass er den Finanzmarkt kennt und beurteilen kann sowie über eine gute Bonität und genügend finanzielle Mittel verfügt, für den ist das Fremdwährungsdarlehen die geeignete Form der Immobilienfinanzierung.


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