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Ablaufleistung deckt nicht immer die Restschuld

Gerade in finanziell unsicheren Zeiten erweist sich das eigene Heim als krisensichere und stabile Anlageform. Über ein klassisches Annuitätendarlehen lässt sich Monat für Monat der Baukredit überschaubar mit gleich bleibenden Raten abzahlen. Doch nicht alle, die sich für diese Form der Altersvorsorge entschließen, haben sich für eine planungssichere Form der Tilgung entschieden.

Mit einer Tilgungsaussetzung setzen einige Darlehensnehmer auf die Wertentwicklung einer Kapitalanlage, um am Ende der Laufzeit endfällig zu tilgen. Verfolgt wird in erster Linie das Ziel, höhere Gewinne zu erwirtschaften, als letztendlich für das Ablösen des Darlehens verlangt wird.
Gern wird dafür immer noch die klassische Kapitallebensversicherung gewählt. Mit der Ablaufleistung soll alles auf einen Schlag beglichen werden und während der Laufzeit muss der Eigenheimbesitzer lediglich Zinsen an seinen Geldgeber entrichten. Doch wie die Realität immer wieder gerade in der jüngsten Vergangenheit gezeigt hat, geht diese Rechnung nicht immer auf.
Versicherungsgesellschaften mussten ihre Renditen mehrfach nach unten korrigieren und Policen werfen heute nicht selten bis zu 15 Prozent weniger Renditen ab, als noch vor einem Jahrzehnt. Wer sich als Darlehensnehmer darauf verlässt, von vier Prozent Rendite zu profitieren, während der Kapitalmarkt weitaus weniger hergibt, muss meist immer mit Deckungslücken rechnen.
Selbst in wirtschaftlich „gesunden“ Zeiten geht die Rechnung, eine Immobilienfinanzierung mit Tilgungsaussetzung gegen das Abtreten einer Lebensversicherung zu finanzieren nicht immer auf. Die Ablaufleistungen decken in den seltensten Fällen die Schuld, um ein Baudarlehen komplett abzulösen.
Doch drohen den Kunden nicht nur empfindliche Lücken durch gering ausgefallene Ablaufleistungen, sondern auch die aktuelle Krisensituation wirkt sich negativ auf die Versicherungswirtschaft aus. Droht einer Versicherungsgesellschaft die Insolvenz, ist sie berechtigt, den Garantiezins herab zu setzen. Zwar gibt es hierzulande eine so genannte Auffanggesellschaft, doch ob diese im Ernstfall alle insolventen Gesellschaften decken können, kann niemand mit Bestimmtheit sagen.
Wer auf der sicheren Seite stehen will, sollte frühzeitig nachfragen, ob die Ablaufleistung im Einzelfall ausreichen wird. Ansonsten sollte der Eigenheimbesitzer auf eine drohende Finanzierungslücke am Ende der Laufzeit hinsparen, oder versuchen, an den Stellschrauben der Finanzierung zu drehen. Mit Sondertilgungen lässt sich die Kreditsumme reduzieren, um am Ende Schlimmeres zu verhüten.


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