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Vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag?- Nachrechnen lohnt sich!

Wer aus seinem laufenden Darlehensvertrag aussteigen will, muss in erster Linie auf das Wohlwollen seiner Bank hoffen, denn ein Recht darauf gibt es nicht. Wurde diese Hürde genommen, kommt niemand ungeschoren davon. Banken strafen ihre Kunden immer mit einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung ab, die meist sogar einen vierstelligen Betrag erreicht.

Doch gestaltet sich das Nachrechnen für den Laien meist schwierig, wenn vorzeitig gekündigt wird, doch lohnt sich eine Überprüfung immer. Verbraucherzentralen helfen unter anderem weiter, eine solche Rechnung zu prüfen. Die Realität beweist, dass viele Geldgeber zu hohe Forderungen an ihre Kunden stellen.
Zunächst muss geprüft werden, ob ein Vertrag überhaupt gekündigt werden kann. Dies hängt in erster Line von der Art des Darlehens ab. Wurde ein Kredit mit einem variablen Zinssatz gewählt, kann der Darlehensnehmer generell ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Vertrag aussteigen.
Ebenfalls problemlos kündigen kann derjenige, der seinen Kredit nicht durch Grundpfandrechte gekündigt hat und wenigstens sechs Monate vom Zeitpunkt der kompletten Auszahlung vergangen sind. In diesem Fall kann gekündigt werden, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Lediglich die Kündigungsfrist von drei Monaten muss vom Kunden beachtet werden.
Hatte sich der Darlehensnehmer für eine Zinsbindungsfrist von über zehn Jahren entschieden, kann frühestens nach zehn Jahren entschädigungsfrei gekündigt werden, wenn die komplette Darlehenssumme bereits ausgezahlt wurde.
Bei einer Zinsbindung bis zehn Jahre kann in der Regel nur zum Ende ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung gekündigt werden. Wer ausnahmsweise früher aus dem laufenden Vertrag aussteigen will, muss eine Entschädigung zahlen, deren Höhe unter anderem vom Kündigungsgrund abhängig ist. Auch die Bankkunden, die zu einem unverhofften Geldsegen beispielsweise durch eine Erbschaft gekommen sind, können ihren Kredit nicht entschädigungsfrei vorzeitig zurück zahlen. Nach Gutdünken können Geldgeber eine Vorfälligkeitsentschädigung für den vorzeitigen Ausstieg verlangen.
Banken berechnen jedoch auch Kosten, die bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Kredits nicht mehr auftreten dürften. So genannte Risikokosten, mit denen Geldgeber Risiken abfedern wollen, wenn der Kunde während der Laufzeit zahlungsunfähig wird, dürfen in einer Vorfälligkeitsentschädigung nicht mehr enthalten sein. Diese eingesparten Risikokosten müssen von der Vorfälligkeitsentschädigung abgezogen werden. In vielen Fällen kommt der Kunde bereits weiter, wenn er seine Bank darauf hinweist und diese nochmals nachrechnet.


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