Baufinanzierung

News » Wissenswertes » Energieeinsparverordnung- wie definiert sich dieses Gesetz?

Energieeinsparverordnung- wie definiert sich dieses Gesetz?

Neu ist sie nicht- die Energieeinsparverordnung (EnEV), denn bereits seit dem 1.Februar 2002 ist sie in Kraft und wurde im vergangenen Jahr neu überarbeitet. Hierin sind Regelungen zur Energieeffizienz der Gebäudetechnik und Gebäudedämmung für Bestands- und Neubauten enthalten, sowie Regelungen zum Gebäudeenergieausweis.

Doch für wen gilt eigentlich diese Verordnung? Keine besonderen Auswirkungen hat dieses Gesetz für Immobilienbesitzer, die vor dem 1. Februar 2002 ein Haus mit maximal zwei Wohneinheiten bezogen haben. Für alle anderen gilt nach diesem Stichtag die Energieeinsparverordnung als bindend.
Hierin sind im Einzelnen die Werte für den Energieverbrauch und die Gebäudedämmung festgelegt, die nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsgebäude gilt. Bestimmte Grenzwerte für den sogenannten Jahres-Primärenergiebedarf wie auch für den Transmissionswärmeverlust einer Immobilie sind genau definiert. Wer sich also für einen Neubau entscheidet, muss diese Vorgaben von vorneherein berücksichtigen und in die Planungen einbeziehen.
Auch Vorgaben für den Gebäudeenergieausweis sind in dieser Verordnung enthalten, der Auskunft geben soll, wie hoch der voraussichtliche Energieverbrauch aussehen wird. Nachgerüstet müssen auch alle Bestandsgebäude gemäß der EnEV werden, wenn der Besitzer nach dem 1. Februar 2002 eingezogen ist. Zu den Modernisierungsmaßnahmen gehören dann zwingend, die obersten Geschossdecken zwischen beheizten Wohnräumen und unbeheizten Dachräumen dämmen zu lassen und zwar so weit, dass ein bestimmter Wärmedurchgangskoeffizient nicht überschritten wird.
Die Verordnung wendet sich auch an Eigenheimbesitzer, die vor dem 1.Oktober 1978 Heizkessel aufgestellt haben, die mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff betrieben werden. Dazu gehören Erdgas oder Erdöl. Bis zum 31. Dezember 2008 müssen diese Kessel außer Betrieb genommen werden, wobei der Gesetzgeber eine Übergangszeit von zwei Jahren ab Eigentumsübergang oder einem Selbsteinzug einräumt.
Sofort gedämmt werden müssen alle Warmwasserrohre und Armaturen, die frei liegen, also nicht unter Putz verlegt wurden. Die EnEV legt hierbei genaue Dämmstärken vor und räumt auch keine Übergangsfrist ein. Modernisierungsmaßnahmen auch in bezug auf Zentralheizungen zu erfolgen. Diese müssen dann mit Einrichtungen zur Steuerung der Wärmezufuhr und zur Steuerung elektrischer Antriebe ausgestattet sein, um langfristig den Energieverbrauch zu reduzieren.
Das Einhalten von Mindestwerten wird auch vorausgesetzt, wenn beispielsweise eine Außenwanddämmung aufgebracht wird oder Fenster ausgetauscht werden. Ausführende Fachbetriebe können bei notwendigen Modernisierungsarbeiten an der Heizungsanlage weiter helfen, um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung gemäß aller Richtlinien einhalten zu können.


« vorheriger Beitrag | nächster Beitrag »


» einen Finanzierungsvergleich anfordern

» Beratung von einem unabhängigen Fachmann

» jetzt Kaufpreis senken Angebot anfordern

» die aktuellen Bauzinsen ansehen

» Bausparen beim Testsieger

Finden Sie uns bei Google+

Kategorien

Archiv





© 2005-2012 baufinanzierung-vergleich24.de - Ein Produkt der finads GmbH